über mich - michels fotoseite michael schwarzer wetzlar

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Wer jetzt eine Biografie erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Vielmehr möchte ich beschreiben wie ich zur Fotografie gekommen bin und wie ich zu meinem Hobby stehe.

In den 80-er Jahren kaufte ich von einem leider viel zu früh verstorbenen Freund eine gebrauchte Spiegelreflexkamera mit einigen ganz ordentlichen Objektiven. Bei diesem Teil war noch richtig Handarbeit angesagt. Die Objektive hatten ein Gewinde (M42) und wurden aufgeschraubt. Irgendwelche Automatiken waren dem Gerät fremd, aber immerhin zeigte der eingebaute Belichtungsmesser mit einem Zeiger an, wenn die manuellen Einstellungen zu Unter- oder Überbelichtungen führten.
So füllte ich dann zahlreiche Diakästen (Farbfotos gingen zu dieser Zeit noch sehr ins Geld), vorwiegend mit Bildern unser Kinder und unserer ersten Urlaube in Dänemark. Auch wenn ich mich mühte waren gelungene Aufnahmen doch eher Glückssache. Bei einer Rast am Meer folgte das gute Stück dann den Kräften der Schwerkraft und schlug so unglücklich auf einen Stein, dass das Gehäuse irreparabel beschädigt war. Von da ab war erst einmal Schluss mit Fotografieren.

Zu Weihnachten 2008 überraschte mich meine Familie dann mit einer Canon 1000D mit Kitobjektiv und einem 70-200 Telezoom. Die gefühlt 1000 Knöpfe und Schalten und dazu noch genauso viele, verwirrende Menüeinstellungen schreckten mich zunächst davon ab, das Teil in die Hand zu nehmen. In den Osterferien nahmen ich die Ausstattung dann mit in den Urlaub, bemühte mich redlich aber eher erfolglos. Folglich war nach der Urlaubsreise ein Gang zur nächsten Buchhandlung angesagt und ich erwarb ein Buch zu meiner Kamera. Glücklicherweise waren in diesem Buch auch etliche Passagen zu Bildgestaltung, Schärfentiefe, hypofokale Distanz und anderem Fachchinesisch enthalten und mir wurde klar:

„Nur knipsen alleine ist nicht“.

So folgten noch zahlreiche andere Fachbücher und zwischenzeitlich verstehe ich nicht nur das Fachchinesisch sondern kann es auch immer häufiger anwenden.

Das Beherrschen der Technik und das Wissen um fotografische Regeln sind aber nur eine, und wie ich meine die leichtere Seite der Medaille.
Das Erkennen von Motiven, häufig ganz banaler Dinge, diese ins rechte Licht oder auch einen bestimmten Kontext zu setzen, verlangt wesentlich mehr ab als jeglicher technischer Schnickschnack oder Kenntnisse von Fotoregeln.
Gerade hier stehe ich noch am Anfang und bezeichne mich deshalb als „fortgeschrittenen Anfänger“. Fotos, welche mir eben noch top gefielen, sehe ich wenige Wochen später mit anderen Augen und rutschen von einer 5 Sterne Bewertung zurück auf 2 oder 3 Sterne.
Daher habe ich mich bislang auch noch auf keine Genre festgelegt und fotografiere Querbeet, wenngleich es mir die Makrofotografie, gerne auch auf dem Fototisch im Fotozimmer, sehr angetan hat.

Auch ist die Bildbearbeitung am PC zu erwähnen. Ein Bereich, welchem ich zu Beginn wenig Bedeutung beigemessen habe; schließlich fotografieren richtige Fotografen gleich ordentlich und müssen nichts mehr nachbearbeiten.
Es mag sein, dass besonders begnadete Fotografen dies hinbekommen; ich werde diesem erlauchten Kreis vermutlich nicht mehr angehören.
Bildschnitt, Farbabgleich, Beseitigen von Rauschen, Anhebung von Kontrast, Farben verstärken oder entsättigen u. a. m. gehören zu meinem Standardrepertoire. Zudem fotografiere ich nahezu ausschließlich im Rohformat, was eine Nachbearbeitung ohnehin unerlässlich macht.
Zu glauben, ein Foto, so wie es aus der Kamera kommt, sei bereits das Original, ist sowieso trügerisch. Hier hat, je nach Einstellung, die kamerainterne Software bereit die Bearbeitung übernommen. Daher lege ich lieber selbst fest, wie mit Bild auszusehen hat. Bei den unzähligen Retuschemöglichkeiten einer Bildbearbeitungssoftware wahre ich derzeit noch Zurückhaltung. Letztlich muss hier jeder Fotograf für sich entscheiden, in welcher Weise er ein Bild „erschaffen“ möchte.


Letztendlich aber enorm wichtig:


„Nicht im eigenen Saft schmoren“!

Von Beginn an habe ich mir viele, viele Fotos anderer Fotografen/innen angesehen, daraus Anregungen geschöpft oder auch mal gedacht: „Nö, das ist nicht mein Ding, wieso ist den der Horizont schief oder die Füße abgeschnitten?“  um dann festzustellen, auch bei einigen meiner Bilder ist der Horizont schief, sind die Füße abgeschnitten. Die Auseinandersetzung mit Fotos anderer schärft den eigenen Blick durch den Sucher und spornt an, sich selbst zu verbessern.
Dazu darf der Austausch mit Gleichgesinnten in einem Fotoforum nicht fehlen. Dabei schadet es nicht, das jeweilige Forum zunächst einige Zeit passiv zu beobachten. Stellt sich dabei heraus, dass eine kleine aber aktive Gruppe sich selbst bei grottenschlechten Fotos Brei ums Maul schmiert und konstruktive Kritik nicht einmal im Ansatz zu erkennen ist, ist es sicher das falsche Forum. Ich bin seit längerer Zeit, aber leider viel zu selten, hier http://www.d-pixx.de/ unterwegs und fühle mich gut aufgehoben.

Und fast hätte ich es vergessen; ein Fotoclub ist auch eine feine Sache.

Jetzt genug der Aneinanderreihung von Buchstaben und viele Grüß

Michael Schwarzer

 
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